Die Raucherentwöhnung ist ein Prozess, der mit dem Gedanken „Ich möchte mit dem Rauchen aufhören“ beginnt und dann doch häufig scheitert. Gründe für eine misslungene Raucherentwöhnung gibt es viele: Das eigene Umfeld raucht, die Angst vor Entzugserscheinungen, geliebte Rauchergewohnheiten, für die es scheinbar keine guten Alternativen gibt, und vielleicht auch ein Stück weit der fehlende Glaube an die eigene Willensstärke. In unserem Artikel geben wir hilfreiche Tipps, wie Sie den Prozess der Raucherentwöhnung erfolgreich meistern und damit einen großen Beitrag für Ihre Gesundheit leisten.

Stufe 1: Entschluss

Sie entschließen sich, Nichtraucher zu werden.

In dieser Phase beschließen Sie, mit dem Rauchen aufzuhören. Der weitere Verlauf der Raucherentwöhnung hängt nun stark davon ab, wie freiwillig Sie sich dazu entschieden haben und wie sehr Sie bereit sind, eine Verhaltensänderung herbeizuführen.

Stufe 2: Aufhören

Sie hören mit dem Rauchen auf.

Sie definieren einen festen Tag, an dem Sie die letzte Zigarette rauchen. Hierbei gibt es zwei Methoden: die Schlusspunktmethode und die Reduktionsmethode. Bei der Schlusspunktmethode wird ab dem gesetzten Stichtag keine Zigarette mehr geraucht. Bei der Reduktionsmethode wird die Anzahl der gerauchten Zigaretten pro Tag bis zum Stichtag langsam reduziert. Entscheiden Sie selbst, welche Methode Ihrer Persönlichkeit entspricht. Für beide Methoden gilt: Die Entscheidung, Nichtraucher zu werden, muss aus Ihrem ganz eigenen Willen getroffen worden sein!

Stufe 3: Stabilisierung

Ein veränderter Alltag ohne Zigaretten.

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben seit einigen Tagen keine Zigaretten mehr geraucht. Ein toller Erfolg, der nun gefestigt werden muss. Ihre neuen Verhaltensweisen müssen in den Alltag integriert und neue Rituale gefunden und gelebt werden. Wenn Sie diese Phase meistern, dann ist die Chance, nicht rückfällig zu werden, groß.

Mit dem Rauchen aufhören – was passiert im Körper?

nach 0Minuten

  • Die Werte von Puls und Blutdruck normalisieren sich

nach 0Stunden

  • Absinken des Kohlenmonoxid-Spiegels im Blut
  • Anstieg des Sauerstoff-Spiegels im Blut auf Normalwerte
  • Bessere Versorgung aller Organe mit Sauerstoff
  • Anstieg der körperlichen Leistungsfähigkeit

nach 0Wochen

  • Stabilisierung des Kreislaufs
  • Verbesserung der Lungenfunktion

nach 0Monat

  • Rückgang von Hustenanfällen, Kurzatmigkeit und Verstopfung der Nasennebenhöhlen
  • Schleimabbau in der Lunge (allmähliche Reinigung)
  • Verringerung der Infektionsgefahr

nach 0Jahr

  • Halbierung des Risikos für koronare Herzkrankheiten im Vergleich zu einem Raucher

nach 0Jahren

  • Halbierung des Risikos für Krebs in der Mundhöhle, in der Speiseröhre, im Rachen oder in der Harnblase
  • Reduktion des Risikos für Gebärmutterhalskrebs (vergleichbar mit Frauen auf Nichtraucher-Niveau)
  • Reduktion des Risikos für einen Schlaganfall (vergleichbar mit Menschen auf Nichtraucher-Niveau)

nach 0Jahren

  • Deutliche Reduktion des Risikos, an Lungenkrebs zu sterben (ca. Halbierung des Risikos)
  • Reduktion des Risikos für Krebserkrankungen in Bereich von Kehlkopf und Bauchspeicheldrüse

nach 0Jahren

  • Weitere Reduktion des Risikos für koronare Herzkrankheiten – das Risiko sinkt auf Nichtraucher-Niveau