Bei den psychiatrischen Volkskrankheiten sind depressive Erkrankungen mit etwa fünf bis sechs Millionen Diagnosen unter den 18- bis 65-Jährigen in den letzten zwölf Monaten das epidemiologisch relevanteste Krankheitsbild. Frauen sind mit rund 14 Prozent in allen Altersgruppen ungefähr doppelt so häufig betroffen wie Männer mit acht Prozent und neigen verstärkt zu wiederkehrenden Depressionen. Depressive Erkrankungen verursachen hohe Ressourcenverluste: Die dadurch bedingten verlorenen Erwerbstätigkeitsjahre beziffert das Statistische Bundesamt für das Jahr 2006 auf 158.000 Jahre, die Krankheitskosten werden mit 5,7 Milliarden Euro für das Jahr 2008 angegeben.

Die Häufigkeit depressiver Erkrankungen sinkt mit der Höhe des sozioökonomischen Status und mit zunehmendem Alter. Kohortenstudien deuten darauf hin, dass jüngere Geburtskohorten (15. bis 30. Lebensjahr) früher und häufiger erkranken als ältere. Eine Ausnahme ist das Burn-out-Syndrom, an dem etwa 4,2 Prozent der Bevölkerung leiden. Hiervon sind verstärkt Personen mittleren Alters betroffen, wobei die Wahrscheinlichkeit zu erkranken mit zunehmendem sozioökonomischem Status ansteigt.

Die Relevanz psychischer Erkrankungen wird in Zukunft weiter zunehmen, sodass neben dem Einsatz evidenzbasierter Therapien auch niederschwellige Angebote wie Internet-Interventionen und Angebote der Verhältnisprävention für vulnerable Gruppen geschaffen werden sollten.

SELBSTHILFEGRUPPEN

Sehr viele Menschen haben sich zu Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen. Sie beschäftigen sich mit Themen, die jeden treffen können. Sie helfen und stärken sich gegenseitig und werden zusammen aktiv.

Selbsthilfegruppen sind kein Ersatz für Hilfen von medizinischen oder sozialen Einrichtungen. Sie können diese aber sehr gut ergänzen.

Gemäß unserem Selbstverständnis als Wegweiser im Gesundheitssystem haben wir hier für Sie die wichtigsten Webseiten bezüglich Selbsthilfegruppen in der Region Hannover zusammengestellt: